Achtung! Es handelt sich nachfolgend um ein Forschungsprojekt!

Forschungsprojekte entstehen in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern und dienen als Grundlage für eventuelle Produktentwicklungen. Falls Sie Interesse an einer Kooperation oder dem vorgestellten Projekt haben, nutzen Sie gerne das Kontaktformular am Ende der Seite.

Die Marburger-Atem-Antwort-Messung …

worum ging es?

In dem Projekt MATAM hat ein Zusammenschluss hessischer Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen ein automatisches Verfahren entwickelt, das eine standardisierte Messung und Bewertung der hyperkapnischen Chemosensivität erlaubt.

Die Methode erweitert die konventionelle Lungenfunktions-diagnostik und erlaubt eine Abschätzung des Hypoventilations-risikos bei COPD-Patienten.

MATAM II verfolgte das Ziel, ein zertifiziertes medizintechnisches Gerät zu entwickeln, welches in multizentrischen klinischen Studien eingesetzt werden kann.

Render des MATAM II
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Ist das Projekt noch aktuell?

Diese Projekt (HA 207/09-07) wurde im Rahmen der Hessen Modell Projekte aus Mitteln der LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben gefördert.

Es lief von 10/2009 bis 03/2011.

Kooperationspartner des Verbundvorhabens waren das Schlafmedizinische Zentrum der Philipps-Universität Marburg, die Technische Hochschule Mittelhessen, die TransMIT GmbH, sowie die IfM GmbH und die Thora Tech GmbH.

Was ist das Grundprinzip hinter dem Verfahren?

Bei dem Verfahren werden Atemantwort und Atemantrieb in einem geschlossenen, geregelten System gemessen. Das System kann hyperkapnische Gasgemische von definierbarer Zusammensetzung erzeugen, was die Veränderung jeweils nur einer Atemgaskomponente ermöglicht.

Die Kontrolle des Systemsübernimmt ein Mess-, Steuerungs- und Regelungsrechner, der mit Hilfe von Gas- und Drucksensoren über die Systemzustände und die atemphysiologischen Parameter informiert wird und über Einlass-, Belüftungs- und Umschaltventile in das System eingreifen kann.

Der Patient wird bei verschlossener Nasenöffnung über ein Mundstück mit dem geschlossenen Kreislauf des Systems verbunden. Die Luftflüsse werden mittels Pneumotachographen ermittelt. Sauerstoff und Kohlendioxid werden über einen Atemgasmonitor gemessen, der eine Gasprobe direkt am Mundstück abgreift. Die kapillare Sauerstoffsättigung sowie die Pulsfrequenz werden mit einem Ohr-Pulsoxymeter bestimmt.

Die Untersuchungsdauer beträgt circa 30 Minuten und erfordert keine besonderen Atemmanöver des Patienten. Er kann seinem normalen Atemdrang nachkommen.

Im Vergleich zu der bislang üblichen nächtlichen Untersuchung im Schlaflabor verspricht der kürzere Zeitaufwand eine wesentlich geringere Belastung für die Patienten und die Untersucher sowie erheblich niedrigere Kosten.

Render des MATAM II

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